Jaguar E-Type Roadster
3,8 Liter / 269 PS / Baujahr 1964
Der Mythos der Raubkatze: Die XK-Serie war in die Jahre gekommen als die Herren aus Coventry entschieden, angelehnt an die D-Type, einen neuen Straßensportwagen zu entwickeln. Jaguar selbst hatte mit wenig Erfolg gerechnet und gerade mal 1000 Exemplare für die Serie kalkuliert.
Eine Nacht lang Zeit hatte der Rennfahrer Norman Dawis, um den Wagen auf eigener Achse von Mittelengland nach Genf zu schaffen. Die Premiere am 15. März 1961 auf dem Genfer Auto-Salon ist ein Stück Automobilgeschichte: Die Formen, so sexy wie ein Minirock, ein heißer Preis und ein Aggregat, das die E-Type zum schnellsten Seriensportwagen der Welt machte.
Die betuchte Klientel soll sich gegenseitig auf den Füssen gestanden haben beim Versuch, die Scheckbücher möglichst rasch zu zücken. Das Ergebnis war eine Verkaufszahl vom 72-fachen der Planung. Und dazu eine Legende, die auch Jaguar selbst nie mehr wiederholen konnte.
| Marke | Jaguar |
| Type | E-Type 3.8L Roadster |
| Baujahr | 1964 |
| Hubraum | 3800 ccm |
| Leistung | 269 PS |
| Besitzer | Bruni & Manfred Jenny |
Der E-Type ist ein klassischer Roadster, in seiner Typologie quasi eine Hommage an die Geschichte der Mobilität: Wie beim Pferdegespann von Wells Fargo oder einer Dampflock steuert der Kutscher von hinten. Legendär ist die nicht enden wollende Motorhaube aus einem Stück, vielfach kopiert, in dieser Dominanz und Schärfe aber nie mehr erreicht. Die Proportionen wurden bis zum Äußersten des möglichen gestreckt, ohne die Balance von Vorderwagen, Cockpit und Heck zu kippen. Geadelt wurde der Wagen schlussendlich von Enzo Ferrari selbst: Der „Il commendatore“ würdigte die E-Type als schönsten Wagen der Welt.
Unser Exemplar wurde 1964 als einer der letzten Roadster mit der ursprünglichen 3.8 Liter Maschine und Moss-Box gebaut, ehe Jaguar auf die 4.2L Motoren umstellte, um die materialmordenden Kolbengeschwindigkeiten von bis zu 20 Metern pro Sekunde zu reduzieren. Die Finanzdecke bei Jaguar war wie immer dünn und so kamen bereits erste Elemente des Nachfolgers zum Einsatz.















